Deutsch-Saudische Beziehungen

Die beidseitigen Beziehungen zwischen Deutschland und Saudi-Arabien sind geprägt durch gegenseitiges Interesse und Freundschaft und frei von politischen Spannungen. Diesen wurde durch den Freundschaftsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Königreich Hedjaz, Najd und der zugehörigen Gebiete bereits 1929, also drei Jahre vor der Proklamation des Königreichs Saudi-Arabiens, ein Fundament geschaffen.

Seit 1954 schon unterhält die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen zum Königreich Saudi-Arabien und genießt große Sympathien.

Im wirtschaftlichen Austausch mit Deutschland steht das Königreich regional an vorderster Stelle. Die AHK in Saudi-Arabien hat sogar die Abteilung German-Saudi Arabian Liaison Office for Economic Affairs (GESALO) ins Leben gerufen um Ablaeufe in der Geschaeftswelt zu beschleunigen. Deutsche Architekten genießen bei der Planungsbehörde von Riad hohes Ansehen und waren an zahlreichen Projekten beteiligt. Beispiele sind das in den 80er Jahren neu geschaffene Diplomatenviertel und der Neubau der Nationalbibliothek. Am bekanntesten ist wohl der Abraj al-Bait Tower. Der 2011 als zweithöchstes Gebäude der Welt von deutschen Architekten fertiggestellte Uhrenturm von Mekka befindet sich direkt neben der heiligen Moschee von Mekka, die das heiligste der Muslime enthält, die Kaaba.

Investitionen aus Saudi-Arabien sichern in Deutschland Arbeitsplätze. Besonders in Forschungsbereichen in denen die staatlichen Subventionen in Deutschland nicht langfristig garantiert sind, wie z.B. in der Solarenergie spielen die langfristigen Investitionen aus Saudi-Arabien eine große Rolle.

Die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Saudi-Arabien haben sich in den vergangenen 40 Jahren zunehmend entwickelt. Am 2. April 2006 trat das Regierungsabkommen über die deutsch-saudische Kulturzusammenarbeit in Kraft. In Djidda und in Riad beispielsweise gibt es deutsche Schulen und die König-Fahd-Akademien in Bonn und Berlin werden vom saudiarabischen Staat unterstützt. Mit dem Stipendiatenprogramm von König Abdallah, Gesamtumfang 150.000 Stipendien, sind in den letzten Jahren etwa 1.600 Studenten zum Studieren nach Deutschland gekommen. An der König-Saud-Universität gibt es einen Studiengang für Deutsch-Arabische Übersetzung. Einige saudiarabische Studenten nutzen zudem die Möglichkeit von Sommerkursen in Deutschland. Umgekehrt studieren 45 Studentinnen und Studenten an der KAUST in Saudi-Arabien. Fünf bis Zehn Deutsche schreiben ihre Doktorarbeit an Universitäten in Djidda und Riad. Seit 2011 ist ein Kulturmanager der Robert-Bosch-Stiftung in Djidda tätig. Die Botschaft und das Generalkonsulat tragen mit Konzerten, Vorträgen, Ausstellungen und Filmvorführungen dazu bei, dass sich die saudiarabische Bevölkerung mit der deutschen Kultur vertraut machen kann. In Kürze soll ein Goethe Institut in Riad eröffnet werden.

Der erste deutsch-saudische Hip Hop Song

„From Berlin to Jeddah“ ist der erste deutsch-saudische Hip Hop Song und Ergebnis des „Jeddah Hip Hop Jam“ in Saudi-Arabien, der den international bekannten deutschen Hip Hop Künstler Max Herre mit dem saudischen Rap-Star Qusai und talentierten lokalen Hip Hop Gruppen zusammenbrachte.

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